Jahrgangsstufen 9 – 13 (Zielaltersgruppe 15 – 25 Jahre)
„Der Pianist – Mein wunderbares Überleben“ sind die Memoiren des polnischen Juden Władysław Szpilman, der 1940 mit seiner Familie und 445 000 anderen Juden in das Warschauer Ghetto eingesperrt wird. Er vermag seine Familie mit seiner Kunst leidlich zu versorgen, indem er allabendlich in einer von Kollaborateuren besuchten Gaststätte Klavier spielt. Es gelingt ihm sogar dank seiner Beziehungen, Arbeitsgenehmigungen für seine Familienmitglieder zu beschaffen. Die ihn bewundernde Cellistin Dorota, seine heimliche Liebe, verliert er infolge dieser Situation aus den Augen.
Die Lage wird für die Familie dramatisch, als die Deutschen am 22. Juli 1942 mit der Räumung des Ghettos beginnen. 50 000 Menschen sind bereits an Hunger und Krankheit gestorben, innerhalb eines Vierteljahres werden 300 000 in Vernichtungslager transportiert, darunter auch die Familie Szpilman. Ein jüdischer Kollaborateur bewahrt Władysław vor diesem Schicksal. Dann helfen ihm andere Leidensgenossen, aus dem Ghetto zu fliehen. Durch das Fenster einer sich unmittelbar an der Ghettomauer befindlichen Wohnung, dem ihm von Untergrundkämpfern besorgten Versteck, beobachtet Władysław den verzweifelten Kampf der Ghettobewohner gegen die SS-Einheiten – ein aussichtsloser Kampf.
Er muss sein Versteck verlassen, sucht die Adresse auf, die ihm ein Leidensgenosse für den Notfall aufgeschrieben hat und begegnet Dorota, die inzwischen verheiratet und schwanger ist. Ihr Mann bringt Władysław in ein anderes Versteck und besorgt dem Kranken einen Arzt.
Kurze Zeit darauf flieht der Retter mit seiner inzwischen vergrößerten Familie.
Władysław vermag sich zu erholen. Bedrohlich wird es für ihn wieder, als sich im Herbst 1944 die Warschauer gegen die Deutschen erheben. Er versteckt sich – nur noch vom puren Überlebenswillen getrieben – in der Ruine eines zerschossenen Hauses, wo ihn der deutsche Wehrmachtsoffizier Wilm Hosenfeld entdeckt. Auf einem Flügel soll Władysław, der sich als Pianist ausgibt, etwas vorspielen. Obwohl Hosenfeld seine jüdische Identität erkennt, verhaftet er ihn nicht, bringt ihm so¬gar einen Laib Brot und ermutigt ihn zum Durchhalten, da die Rote Armee schon ganz in der Nähe sei. Am 12. Dezember 1943 schenkt er dem Untergetauchten einen deutschen Offiziersmantel und verlässt mit anderen Wehrmachtssoldaten Warschau.
Als die Russen schließlich in die Stadt kommen, schießen sie auf Władysław, weil sie ihn für einen Deutschen halten. Der Pianist erklärt ihnen, dass der Mantel ihn vor der Kälte schütze.
Der Krieg ist vorbei, Władysław tritt wieder als Pianist auf.
Von einem Kollegen erfährt er, ein kriegsgefangener deutscher Offizier namens Wilm Hosenfeld habe nach ihm gefragt und um Hilfe gebeten. Die Suche nach dem Lebensretter bleibt erfolglos.
Ihr könnt auch andere Ideen einbringen, die Aufgaben und Ideen nach beliebiger Wahl kombinieren und das Projekt ganz oder teilweise filmen. Die Akzentsetzung ist eure Sache. Jedes logisch aufgebaute Konzept ist denkbar.
Das vorgestellte Projekt soll ein Beitrag zur Einübung anwendungsorientierten, gegebenenfalls fächerübergreifenden Lernens sein. Es möchte selbstständiges, strukturiertes und kooperatives Arbeiten sowie Darstellungskompetenz in individuellen Schwerpunkten fördern.
Geschichte, Musik, Deutsch, Literatur (auch fächerübergreifend)
Einzelarbeiten, Gruppenarbeiten, Partnerarbeiten, Facharbeiten, Hausarbeiten