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Liebe kennt keine Grenzen: „Ben liebt Anna“

Jahrgangsstufen 4 – 7 (Zielaltersgruppe 9 – 14 Jahre)

Ben liebt Anna. Als wär’ das nicht schon kompliziert genug, ist Anna auch noch ein Aussiedlermädchen aus Polen, das neu in die Klasse kommt. Am Anfang findet Ben Anna scheußlich, die Mitschüler erzählen sich untereinander allerhand Gruselgeschichten. Doch schon bald merkt Ben, dass ihn etwas zu Anna hinzieht. Gar nicht so leicht, das zu verbergen. Und auch nicht so leicht, das zu verstehen. Aus der anfänglichen Ablehnung wird für Ben nach und nach Freundschaft, am Ende sogar die erste Liebe.

Für Anna ist die Situation noch komplizierter, wie oft, wenn man neu in eine Klasse kommt. Dazu kann sie die Sprache nicht mal richtig. Keiner scheint sie zu mögen. Doch da ist dieser Junge, der ihr zwar erst einen Ball an den Kopf wirft, dann aber doch auf sie zukommt, sich entschuldigt und tatsächlich sogar sagt, dass er sie mag.

Was sich dann zwischen den beiden entwickelt, schildert Peter Härtling in seinem Roman „Ben liebt Anna“.

Eine Geschichte wie die von Ben und Anna gibt es sicherlich fast in jeder Klasse und in jedem Land. Da muss Ben nicht unbedingt aus Deutschland und Anna nicht unbedingt aus Polen kommen. Nur eins haben alle gemeinsam: Schwierig ist es immer, eben weil die unterschiedliche Herkunft bedeutet, dass der Weg zueinander voller Missverständnisse sein kann. Und missgünstige oder vielleicht sogar neidische Klassenkameraden mag es auch überall geben.

Grußwort Peter Härtling

Eure Aufgaben

Lest den Roman „Ben liebt Anna“ und bearbeitet dann folgende Aufgaben:

  1. Stellt auf der Grundlage des Romans „Ben liebt Anna“ von Peter Härtling die beiden Hauptfiguren in Form einer Collage vor. Dabei sollen auch Familienmitglieder, die jeweilige Herkunft, Personen sowie Gegenstände, die Ben und Anna wichtig sind, berücksichtigt werden.
  2. Sucht euch eure Lieblingsstelle aus dem Roman und arbeitet diese in eine kurze Spielszene um. Ihr könnt den Text an eure Darstellungsform anpassen. Denkbar ist zum Beispiel, dass ihr den Text spielt und mit Video- oder Fotokamera aufnehmt, ihr könnt aber auch ein Hörspiel produzieren.
  3. Schreibt schließlich einen Leserbrief an Peter Härtling, in dem ihr einerseits deutlich macht, was euch an dem Buch gefällt, aber auch, was ihr nicht mögt, und in dem ihr andererseits von euren eigenen Erfahrungen mit Menschen wie Ben und Anna, die es in eurer Klasse vielleicht auch gibt, erzählt. Vielleicht seid ihr ja selbst sogar Ben oder Anna – dann erzählt Peter Härtling einfach eure Geschichte.

Ergänzende Hinweise

An die Beschäftigung mit epischen Ganzschriften werden die Schülerinnen und Schüler in allen sprachlichen Fächern mit zunehmender Komplexität bereits auf der Primarstufe herangeführt. Eine Richtlinienanbindung ist sowohl über die neuen Kernlehrpläne als auch über die bisherigen Richtlinien schulformübergreifend gegeben. So wird in der Auseinandersetzung mit der Aufgabenstellung neben den Kompetenzerwartungen im Bereich des „Schreibens“ beziehungsweise im Bereich des „Lesens – Umgang mit Texten“ auch der Forderung nach einer Vertiefung und Erweiterung der Methoden- und Medienkompetenz Rechnung getragen. Weitere Informationen gibt es unter www.schuelerwettbewerb.eu.

Fachbereiche

Deutsch, Geschichte, Politik, Sachkunde, Religion (auch fächer- und jahrgangsübergreifend)

Arbeitsformen

Einzelarbeiten, Gruppenarbeiten, Partnerarbeiten

 

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